Ich versuche es mal wieder

Meine letzte Figur hat ja das Backen nicht überlebt. Modellieren kann ich aber noch. Das Testköpfchen und Händchen gingen recht flott. Kekse kriege ich auch immer nicht hin, vielleicht sollte ich mir jemanden suchen, der oder die so richtig virtuos mit Kuchen und Plätzchen ist …

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Bastelfieber

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Ich bastele immer noch, zwar keine Eulen mehr aber Grußkarten.

Eulenparade

Das letzte halbe Jahr war sehr voll gestopft mit Ereignissen und Aktionen und in den letzten Monaten bin ich kaum zum Zeichnen geschweige denn Malen gekommen. Dass ich in kirchlichen Diensten in der Vorweihnachtszeit wenig Energie und Muße für Kunst habe erklärt sich, glaube ich, von selbst. Jetzt habe ich Urlaub aber ich habe mir selber die Erlaubnis gegeben abzuhängen oder zu “chillen”, wie das heutzutage heißt. Also einfach NICHTS zu tun.

Die ersten Tage habe ich das auch brav getan, und mich vorzüglich gelangweilt aber gestern habe ich mich spontan an den “Kraschpel”-Tisch gesetzt und angefangen zu basteln. Vor Weihnachten habe ich mir zum ersten mal seit Langem wieder einen Motivlocher gekauft, weil ich ihn bei bei einer lieben Freundin (Heidi von Acapella) ausprobieren durfte und das Ding mich spontan begeistert hatte.

Eigentlich bastele ich kaum noch außer um irgendwas für die Kirchen-Mäuslein auszuprobieren. Aber bei diesem pfiffigen Teil hatte ich mir vorgestellt, dass ich mit ein paar von meinen Mädels schnell ein paar Karten für den Bazar-Tisch produzieren könnten. Haben wir auch.

Gestern jedenfalls habe ich den Locher morgens in die Hand genommen und tatsächlich den ganzen Tag Eulen ausgestanzt aus Wäschekatalogen, Zeitschriften und wunderschönen Schnipseln, die mir eine liebe Bekannte (Jademond) vor einiger Zeit geschickt hatte.

So einen entspannten Tag hatte ich schon lange nicht mehr, Hörbuch hören und sinnlos “kraschpeln”. Wie gut dass ich immer noch auf die alte “Bastelconnection” zurück greifen kann, wenn für “große” Kunst gerade mal keine Energie da ist.

Und was mache ich jetzt mit 22 Eulen? Ich bringe sie meinen Mädels mit um sie auf Karten zu montieren, die nächste Vorweihnachtszeit kommt bestimmt.

Advents-Bazar

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Sonnenschein in Soest

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… Doch ein paar Sonnenstrahlen

ein Stündchen im Garten

Der Oktober schenkt uns noch ein paar warme Tage, also habe ich die Aquarellfarben mal wieder ausgepackt und eine kleine betonguss Büste skizziert.

Gekritzel, mal wieder

Der Eine oder die Andere erinnert sich vielleicht an dieses Ohr

Es entstand vor Jahren auf einer Jugendfreizeit in Holland, bei der wir alle im Specksteinfieber waren. Nach dem ich Speckstein zum letzten Mal in fernen studien Tagen angefasst hatte und das Zeug danach für alle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gebannt worden war, wegen der Asbest Problematik, hatte mich meine wunderbare Kollegin Sabine darauf aufmerksam gemacht, dass wir endlich wieder raspeln und schnitzen dürfen, weil der in Deutschland angebotene Speckstein nun garantiert Asbest frei ist.

Dazu habe ich von einer lieben Freundin den Rat bekommen: “Du musst den Stein ansehen und ihm zuhören, dann sagt er dir, was er werden möchte” Solche esoterischen Herangehensweisen haben mich noch nie in meiner Kunst beflügelt. Also habe ich am Anfang der Freizeit überlegt: “Was will ich schnitzen” und mich für ein Ohr entschieden. Jede Menge Modelle waren ja gegeben und klein gesägte Specksteinstücke waren schon am ersten Nachmittag vorhanden; wie gesagt, da grassierte ein Fieber und alles raspelte, schnitzte und sägte vor sich hin.

Passend zu meinem Ohr-Plan habe ich mir dann ein genügend großes Reststück gegriffen und für den Rest der ersten Woche immer auf das Ohr gestarrt, was gerade für mich still gehalten hat, wann immer sich die Gelegenheit ergab, an dem Stein zu arbeiten. Es ist also sozusagen ein absolutes Durchschnittsohr, denn alle Ohren, die auf der Freizeit dabei waren haben zwischendurch mal Modell gestanden. Auf dem Heimweg hat es sich leider eine kleine Macke zugezogen, aber ich habe es dann doch mal in meine Fundus der “seltsamen Bastelarbeiten” gelegt.

Da es mir zur Zeit an der Gelegenheit zum Aktzeichnen mangelt, ich aber in Form bleiben will, habe ich es wieder hervor gekramt, dieses Ohr, das mir nichts erzählt hat, sondern artig zugehört, was es werden sollte, und nutze es für meine morgendlichen Kritzeleien.

Nasen, Augen und Finger sind leider nicht auf folgenden Freizeiten entstanden, so viel Specksteinstaub wie damals in Holland haben wir nie wieder produziert, im Moment grassiert eher das Perlchenfieber oder der Aquarellwahn, wie sagte schon der Prediger Salomons: “Ein jedes Ding hat seine Zeit.”

 

Herbstfarben

Ich bin ja bekennender Farbjunkie. Und so schade ich es auch finde, dass der Sommer vorbei ist, freue ich mich doch über die neue Palette, die der Herbst mitbringt. Mein Garten, wie immer für eine Überraschung gut, interpretiert diese auf seine Art und Weise.
An den Tomatensträuchern hängen noch immer alle Früchte in knall grüner Farbe, diese Herbst gibt es da wohl keine roten Tomaten mehr zu ernten.
Das berühmte Herbst-rot finde ich in ganz neuen Gewächsen, die ich staunend in meinem Garten begrüße.

Und da der Garten von einer Mauer umgeben ist und wir keine kleinen Kinder haben, dürfen die neuen Gäste auch gerne bleiben, sie sind anscheinend Freunde der Birke, die gerne mit ihnen im Verbund lebt.
Nach ein bisschen Suchen findet sich auch noch ein herbstliches Gelb, einer der Tomatensträucher, die den ganzen Sommer über gelbe Cocktail-Tomaten tragen sollten, hat dann doch noch kurz vor Saisonschluss geliefert:
Farblich eine reiche Ernte, gut, dass ich nicht von den Früchten dieses eigenwilligen kleinen Stückchens Erde leben muss.

Gartenarbeit

Ich war ein Stündchen im Garten, um das freundliche Wetter zu nutzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fingerübungen

Eigentlich will ich ja einen neuen Comic in Angriff nehmen. Es gibt auch schon ein halbfertiges Storryboard und ein paar Vorskizzen für die Charaktere. Aber im Moment habe ich zum Zeichnen zu wenig Zeit. Ich komme dazu fast jeden Tag ein bisschen herum zu kritzeln, damit die Finger nicht vergessen, wie das geht. Es ist wie bei einem Musiker, der eigentlich ein größeres Konzert einüben möchte, aber über das Spielen der Etüden nicht hinaus kommt.
Damit dieser Blog nicht ganz verwaist versuche ich daran zu denken, ab und zu eine Etüde hoch zu laden, das Schöne bei den visuell gestaltenden Künsten ist ja, dass man wegsehen kann, was bei den Fingerübungen eines Musikers nicht möglich ist.

Aus dem Aktzeichenstudio

Gestern hat mir das Modell vor allem den Rücken geboten. (20 Min. Posen)

Fliegen

So langsam werde ich wieder warm mit meinen Farben.

Heiter bis wolkig

Ich habe nach langer Zeit (seit der Diplomarbeit, um genau zu sein) wieder die Aquarellfarben ausgepackt und ein wenig herum gespielt. Meine Motive passen zum Wetter: Heiter bis wolkig. Dieses Wochenende konnte ich beim Malen sogar im Garten sitzen, der sprießt gerade kräftig und hat auch schon die ersten zarten Salatblättchen vorzuweisen, die zum Essen natürlich noch etwas zu klein sind.

Impressionen aus Nürnberg

Wie jedes Jahr um diese Zeit haben wir uns nach Nürnberg aufgemacht, um meinen Schwager zu besuchen. Freundlicher Weise lebt er an einem Ort, der auch viel zu bieten hat für unsere doch unterschiedlichen Bedürfnisse. Und natürlich waren wir mit Bahn und Rad unterwegs.

Der Wald am Tiergarten zieht uns aus sehr unterschiedlichen Gründen an.

Dächer von Nürnberg, morgens in der vierten Etage …

Germanisches Nationalmuseum

… und ein bisschen skizzieren im Zug. Leider hält die hübsche Landschaft da draußen nicht still und ich musste mir das Meiste ausdenken.

aus dem Skizzenbuch

Falten, als wenn das Bügeleisen nie erfunden worden wäre ….

Aus dem Skizzenbuch …




Im Moment beschäftigt mich mal wieder die Sache mit dem Licht. Am schwierigsten zu verstehen und in Zeichnung zu übertragen sind, glaube ich, jene Phänomene, mit denen wir tagtäglich selbstverständlich umgeben sind. Licht und Schatten auseinander zu nehmen und wiedergeben zu können ist eine große Herausforderung. Zu meiner Beruhigung weiß ich, dass damit fast jeder, der oder die versucht die dreidimensionale Welt auf zweidimensionales Papier zu bringen, zu ringen hat.

basics

Erkennt mein Blog mich noch? Scheint so.
Nun, da ich einen Zettel besitze, auf dem steht, dass ich Computer einschalten und Pinsel halten kann, dachte ich, ich lerne mal richtig zeichnen. Den Comic für meine Diplomarbeit habe ich ja unter Zuhilfenahme von Fotos gezeichnet und gemalt. Das ist für den Prozess aber eine echte Bremse, denn Fotos muss man ja erst mal machen, also genau wissen, was passieren soll, Leute finden, die bereit sind, sich ablichten zu lassen, Fotos machen, bearbeiten und dann abzeichnen.
Schneller geht es unbedingt, wenn die Künstlerin in der Lage ist, die Figuren zu konstruieren. Nun ist das Konstruieren von klassischen Comic-Helden die eine Sache, die Sorte von Zeichnungen, die ich in meinen Comics haben möchte, aber eine Andere. Ich steh halt eher auf Realismus als auf “Heroismus”. Ironischer Weise setzt die Befreiung von der Vorlage voraus, diese erst mal aufs intensivste zu studieren, sprich: Anatomie, Aktzeichnen und Analyse der Figur mit der Hilfe von Fotos.
Dabei kommt anfänglich wenig Vorzeigenswertes heraus.
Aber so langsam trägt meine intensive Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper Früchte und ich fange an zu glauben, dass es mir irgendwann möglich ist, aus dem Kopf auf das Papier genau so gut zu zeichnen wie vom Foto.
das folgende Bild habe ich gestern vom Foto gezeichnet unter Beachtung aller möglichen Aspekte von Geste bis Anatomie (und trotzdem sieht der Arm zu lang aus …)
Und dieses habe ich heute ohne Vorlage gezeichnet.

Da stimmt so einiges noch nicht, die Knie zum Beispiel, aber ich kann mir vorstellen, dass ich “demnächst” mal wieder einen kleinen Comic in Angriff nehme, mir schwebt das Buch Ruth vor, das ist schön kurz. Nur so, zum Üben.

 

Und nun?

Die Prüfung ist bestanden und ich bin wieder Herrin meiner Freizeit. Ich könnte jetzt also malen, zeichnen, basteln wonach immer es mich gelüstet. Nun steht aber der Advent bevor und ich kann mich vor zu viel Auswahl erst mal in die Vorbereitungen für den Bazar stürzen. Na so ein Glück.

Ein weiteres Projekt habe ich begonnen, dass ich als Experiment betrachten würde. Ich möchte auf Dauer weg vom polymerclay und hin zu einem natürlicherem und weniger stinkenden Modelliermaterial. Leider kenne ich keine Luft trocknende Modelliermasse, die sich sich wirklich schön verarbeiten lässt und echten Ton muss man bei Temperaturen brennen, die mein kleiner Puppenbachofen ein wenig unterschreitet, so um etwa 1800 Grad.

Also probiere ich nun mit verschiedenen Massenmischungen herum, die ich mit einer alten Küchenmaschine verknete. Ich bin und bleibe doch ein Spielkind, aber am Ende kommt doch ja doch meist so was wie Kunst dabei rum.

Abgegeben ist

Nun heißt es abwarten. Das Kolloquium ist im November.
Erstaunlicher Weise hatte ich wenige Momente, in denen ich “keinen Bock” mehr hatte, sowohl das Malen als auch das Bearbeiten am Computer haben Spaß gemacht. Selbst das Schreiben der Hausarbeit war, bis auf den Teil Kompositionslehre und “Farbesoterik”, eine Freude. Ich teile hier meine Schlussbetrachtung mit der geneigten Leserin und dem geneigten Leser, damit sie sich selbst ein Bild machen können.
Die biblische Figur Esther hat mich schon lange immer wieder beschäftigt. Diese einfache Erzählung beinhaltet eine tief empfundene und nachvollziehbare Religiosität. Durch die intensive graphische und auch textliche Beschäftigung mit der biblischen Vorlage hat sich mir eine neue, andersartige Beziehung zu diesem Buch ergeben. Zuvor hatte ich mich überwiegend in rein sprachlicher Form mit den Fließtexten auseinander gesetzt.
Meine collagenhafter Stil sowie die Medien Aquarell und Buntstiftzeichnung ermöglichten mir, den Stoff losgelöst von historischen Verquickungen neu zu entdecken und für eine junge, weibliche Leserschaft zugänglich zu machen.
Ich habe mir bei der Erstellung dieses Comics die Aufgabe gestellt, die Geschichte Esthers mit Bildern so zu erzählen, dass sie für Jugendliche, weibliche Leserinnen interessant und ansprechend wirkt. Dies habe ich in meinem Comic verwirklicht, indem ich die Emotion in den Vordergrund stelle. Die Leserin ist eingeladen am emotionalen Leben der Charaktere teilzunehmen.
Ich greife auf Methoden der Emotionsvermittlung zurück, die dem Theater entlehnt sind und ermögliche durch körpersprachlichen und mimischem Ausdruck der Akteure der Leserin direkt am Geschehen Teil zu haben.
Bei einem Comic fasziniert mich das Zusammenspiel von Sprache und Bild. Mittels dieser Verbindung kann viel mehr ausgedrückt werden, als durch Worte oder Bilder allein. Die narrative Technik des Shojo zum Einen, die durch westliche Kunst geprägten Bilder zum Anderen und schließlich der Text, der über 2000 Jahre alt ist, greifen in ihrer Verbindung die Thematik der Collage wieder auf und setzten sie fort.
Mit Esther habe ich meinem Comic eine weibliche Identifikationsfigur gegeben, die für die Leserin glaubhaft ist und sie anregen kann, über ihre eigenen Glaubensfragen nachzudenken.

An diesen paar Sätzen habe ich besonders lange herum geschraubt und war sehr dankbar für die freundliche Unterstützung, die ich erhalten habe. Genau zu analysieren, warum ich den Bibeltext wie behandelt habe oder was die westliche Comiczeichnerin vom Shôjo-Manga lernen kann. hat mir hingegen sehr viel Freude gemacht.

Meinen herzlichen Dank möchte ich allen sagen, die geholfen haben, beim Scannen, beim Korrektur Lesen und anderen Hürden, allen, die sich mir freundlicher Weise als Modelle zur Verfügung gestellt haben, und allen, die mich so liebevoll ertragen haben, diesen ganzen Sommer lang. Und ich danke dem, der andauernd die Küche aufgeräumt und für mich gekocht hat.

mal wieder ein countdown

17  fertig, 13 noch zu malen, 7 Tage Zeit.