Die Königin der Farben

Am Wochenende habe ich mit den Kinder (4x 6-9) das Thema Farben beackert. Das Buch „die Königin der Farben“ bietet eine prima Vorgeschichte zum selber Ausprobieren, wie das mit dem Mischen eigentlich geht.
Mich hat immer genervt, dass die Mäuse, wenn man ihnen Flüssigfarben zur Verfügung stellt solange rumpampen, rühren und mischen bis einfach alles nur noch graue Sauce ist, die ihnen selber nicht mehr gefällt. Andererseits habe ich das Bedürfnis zum Experimentieren und rummantschen gesehen. Ich bin ja selber ein Farbrausch-Junkie.
Erst mal haben wir aus „Grundfarben“ die Farben des Farbkreises gemischt.
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Nach einem Ausgiebigen Aufenthalt auf dem Spielplatz haben wir uns dann an Mischungen mit Schwarz und Weiß gemacht.
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Zum Schluss war freies Experimentieren auf der Grundlage des vorher erkundeten angesagt und siehe da:
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Es ward bunt statt grau. Nächste Woche mache ich so eine Aktion mit Kindergartenkindern, mal sehen, wie das klappt.

Perfektion

Einen Satz Hände und einen Satz Füße habe ich schon fertig. Mit beiden bin ich nicht zufrieden und beginne noch mal von vorn. (Restkörperteile verbastele ich zu Figuren mit Drahtkörper, die könne immer noch für den guten Zweck auf den Weihnachtsbazar wandern)
Bei den Händen sind (mal wieder) die Finger zu lang, es fällt mir wirklich schwer, von meiner Idealvorstellung von langen schlanken Fingern so weit weg zu kommen, dass sie zumindest realistisch aussehen.
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Die Füße sind ein paar Millimeter zu groß, was bei einer Figur von 20cm Größe schon ein paar Nummern Schuhgröße ausmacht. Außerdem sind sie (mal wieder) vorne zu flach, wegen der Idealvorstellung und so…
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Egal, die nächsten Hände sind in der Mache, wenn die „perfekt“ werden finde ich vermutlich, dass ich den Kopf noch mal neu machen muss…

Seit Wochen

komme ich nicht weiter:
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Der Kühlschrank

Zur Hochzeit haben wir uns Geld für einen Space-Kühlschrank gewünscht. Unsere Bitte wurde gewährt, wir waren überwältigt ob der der Großzügigkeit, mit der uns unsere Gäste bedacht haben. Es reichte für die Party und eben den Kühlschrank.
Jetzt haben wir ihn uns auch tatsächlich gekauft. Sascha ist selig und lädt dreimal am Tag seine Kumpels ein, um ihnen noch mal vorzuführen, wie der Kühlschrank crushed ice direkt aus dem Spender ins Glas befördert. In den ersten Nächten hatte ich Sorge, dass er versucht, den Schrank mit ins Bett zu nehmen oder wahlweise in selbigem zu schlafen.
Ich sage noch „Sie“ zu unserem neuen Hausgenossen. Wann immer ich jetzt verträumt vor dem Kühlschrank stehe, um mir seinen Inhalt zu betrachten und in Gedanken die perfekte Mahlzeit zu kreieren werde ich nach 30 Sekunden höflich aber bestimmt aufgefordert, die Tür zu schließen. Die Peepshow ist begrenzt.
Sitze ich am Modelliertisch werde ich manchmal durch die ungewohnten Geräusche, die der Kühlschrank macht, wenn er fertiges Eis in den Sammelbehälter schüttet, aufgeschreckt.
Aber er hat auch Vorteile. Sein Äußeres ist aus Metall, das heißt ich habe endlich, nachdem ich Jahrzehnte unter einem holzverkleideten Einbauküchenkühlschrank gelitten habe, einen Ort um Kühlschrank Magneten zu befestigen. Ein guter Kauf, wie ich finde.

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Abschied

Vor ein paar Tagen habe ich meine letzten 2 Jungscharkinder verabschiedet, die OGS rückt uns auf den Pelz.
Zum Abschied habe ich über mehrere Wochen mit Ihnen an selbst modellierten Puppen gearbeitet und bin mal wieder glühend stolz auf meine Kinder.
Schließlich hat sich jedes Kind noch eine Rutsche Haare und eine Filznadel mit nehmen dürfen, um die letzten Handgriffe zuhause erledigen zu können. Ein würdiges Abschiedsgeschenk für zwei begeisterte Bastlerinnen.
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Ich frage

Es gibt wohl kaum jemanden in meinem Umfeld, dem ich in den Letzten Monaten nicht mit der Frage auf den Wecker gefallen bin:
Was ist Kunst?“
Klar ist mal, es gibt nicht „die eine Antwort“. Spannend ist wie unterschiedlich die Antworten ausfallen.
Ich habe den Eindruck dass am einen Ende der Skala die: „Kunst kommt von Können“ Fraktion steht, die eher den röhrenden Hirschen als eine Fettecke als Kunst anerkennt und am anderen Ende die „es muss eine Aussage haben“ Vereinigung, die erst fragt und dann guckt. Und jede Menge Meinungen irgendwo dazwischen sowie einige Exoten.

Klar ist auch, dass dieses Thema bei einigen Leuten den Blutdruck in die Höhe treibt, besonders bei kreativ Schaffenden, die sich jeweils von einer der Fraktionen als „Nichtkünstler“ eingeordnet fühlen.

Ich werde weiter fragen und mich weiter wundern und weiter basteln und Kunst erschaffen, je nach Laune.

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