Hokusai


Katsushika Hokusai war ein japanischer Künstler, der im 18/19 Jahrhundert gelebt hat. Es ist gar nicht so sehr sein Werk, dass an mich ihm fasziniert obwohl ich seine Kunst schätze. Es ist die Art wie er sein Künstlersein gelebt hat, die mich inspiriert. Katsushika Hokusai hat immer wieder seinen Stil geändert, immer wieder neu angefangen, das Alte ohne zurückzublicken hinter sich gelassen. Selbst als sehr alter Mann hat er sich noch verändert und war offen für Neues. Auf ihn gestoßen bin ich durch einen kleinen Trickfilm.

Natürlich kannte ich “die große”Welle” schon, hatte aber keine Ahnung vom Künstler, denn mit westlicher Kunstgeschichte bin ich schon gefordert, mit der asiatischen beschäftige ich mich dann wenn wenn ich pensioniert bin.

From the age of six I had a mania for drawing the shapes of things. When I was fifty I had published a universe of designs. But all I have done before the age of seventy is not worth bothering with. At seventy-five I have learned something of the pattern of nature, of animals, of plants, of trees, birds, fish and insects. When I am 80 you will see real progress. At ninety I shall have cut my way deeply into the mystery of life itself. At a hundred I shall be a marvelous artist. At a hundred and ten everything I create, a dot, a line, will jump to life as never before. To all of you who are going to live as long as I do, I promise to keep my word. I am writing this in my old age. I used to call myself Hokosai, but today I sign my self ‘The Old Man Mad About Drawing.'”

(The Drawings of Hokusai, Introduction by Stephen Longstreet, Borden Publishing Co.)

Bio-Huhn

Ich esse wieder Fleisch.
Zur Zeit erst mal nur Huhn, Bio-Huhn versteht sich. Als ich vor über 25 Jahren mit dem Fleisch essen aufgehört habe, schien es eine gute Alternative zu sein nur noch Fisch zu essen als Quelle für tierisches Eiweiß und all die anderen guten Sachen, die sich in artgerecht ernährten Tieren so für uns finden, denn, so hieß es, die Ozeane sind riesig und ergiebig genug um die Menschheit zu ernähren. Außerdem war Bio-Fleisch schwer aufzutreiben damals. Heute sieht es anders aus, die Ozeane sind zu 75% überfischt oder an die Kapazitätsgrenze gebracht und Fleisch von Hühnern, die sich zusätzlich zu biologisch angebauten Körnern ihre Käferchen und Würmer suchen durften, kann ich hier im Umkreis problemlos erwerben. Der Vorteil von Geflügel im Vergleich zu anderem Fleisch ist auch, dass man für jeweils zwei hinein gefütterte Kalorien zumindest eine an Fleisch zurück bekommt. Außerdem kommen die Hühner aus dem Kreis Viersen statt aus Alaska was ihre CO2 Bilanz deutlich besser aussehen lässt.
Ich habe als Kind gerne Fleisch gegessen, am Geschmack hatte ich noch nie was auszusetzen darum war es gar nicht so schwierig diese einmal getroffene Entscheidung umzusetzen. Und wieder einmal zeigt sich, dass Sascha und ich ein Dreamteam sind, er mag am Huhn den Filet Teil, die Brust und alles, was man von den Bollen ohne viel Aufwand abbekommt, ich bin mehr so der “Abnage-Typ” und mag sogar den Knorpel. Hühnerschenkel können wir uns wunderbar teilen.
Und damit habe ich schon den großen Gewinn für mein Leben genannt der sich aus einem Stück Huhn ab und zu ergibt. Mal ehrlich, so ein Fischgerippe hat zum Abnagen nicht viel zu bieten.

Die Kunstfrage mal wieder

Es ist jetzt schon fast zwei Jahre her, dass ich diese Männlein gezeichnet habe,  aber ich konnte mich bisher nicht davon trennen, nicht mal für den guten Zweck.

Meist bin ich mit Bildern schnell fertig, wenn ich den Malprozess beendet habe und gebe sie ohne viel Federlesen ab oder verkaufe sie. Ich habe auch bisher nicht ein einziges meiner Bilder in unserer Wohnung hängen, ich würde doch nur immer gucken, was ich beim nächsten mal anders machen will. Aber dieses könnte mal einen Platz bekommen, über dem Klo zum Beispiel. Versehen mit dem aussagekräftigen Titel”ich sch.. drauf”

Zeig`s mir, Baby

Für die Semesterschluss-Arbeit gedenke ich unter anderem ein Rindvieh zu porträtieren. Also bin ich gestern zu einem lokalen Bauernhof geradelt in der Hoffnung ein paar Skizzen machen zu können. leider halten die guten Tiere genauso wenig still wie ein Rudel Jugendlicher das man auf freier Wildbahn beobachtet. Für ein Fotoshooting waren die Herrschaften schon eher zu begeistern. Ein schwarzer Bulle(?) kam sofort näher als ich die Kamera auspackte und war so freundlich sich in allen möglichen Positionen zu produzieren. Jetzt habe ich zumindest Material mit dem ich arbeiten kann. Als nächstes suche ich ein nicht Kamera-scheues Schaf.

Der Kühlschrank II

Nachdem ich einen Satz Magnetwörter für unseren Kühlschrank erworben habe, haben unsere Gäste anfangs bei jeder Gelegenheit neue Botschaften in unserer Küche hinterlassen. Inzwischen ist diese Euphorie etwas abgeflaut aber ab und zu entsteht doch wieder ein literarischer Schnipsel, an dem wir uns bis zum nächsten Besuch erfreuen können.

Man müsste Klavier spielen können …

.. Oder Gitarre oder Blockflöte.
Ich habe gestern einen sehr inspirierenden Vormittag mit ein paar Kollegen verbracht an dem wir uns gegenseitig neue Kirchenlieder beigebracht haben und ich war sehr beeindruckt, was Einige von uns musikalisch so drauf haben. Wir hocken häufig zusammen in Sitzungen und reden und planen aber was wir pädagogisch, künstlerisch, musikalisch, technisch, theatralisch oder kulinarisch oder auch noch “ganz anders” können erlebt man da natürlich nur am Rande. Die Erkenntnis des gestrigen Tages ist also wieder mal, dass der Pädagoge an sich ja ein omni-talentiertes Wesen ist und dass man ihn oder sie im Einsatz erleben muss um zu erkennen welche besonderen Fähigkeiten nun gerade dieses Exemplar mit sich bringt. Gemeinsame Aktionen tun uns gut und lassen Neues entstehen, was der Arbeit gut tut.
Das hat mich auch glatt über den Umstand hinweg getröstet, dass meine Finger zwar inzwischen ganz nett zeichnen können, auf der Gitarre aber kaum noch was hinkriegen. Man kann nicht alles haben …

Fahrrad fahren

Draußen ist es nass, kalt und windig. Ich will gleich zu einem Seminar, dass in einem Vorort stattfindet. Natürlich fahre ich mit dem Rad. Natürlich. Ich besitze eine Regenjacke, eine Regenhose, die obligatorische Wollunterwäsche, Goretex Schuhe, eine Wind dichte nicht-weg-fliegende Mütze, regendichte Fahrradtaschen und einen Wasserfesten Rucksack. Ich bin hervorragend ausgerüstet und weiß, ich werde trockenen Fußes ankommen. Und doch spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, die S-Bahn zu nehmen.
Ich fahre nicht gern mit den Öffentlichen. Mich nach Fahrplänen zu richten fällt mir schwer und innerhalb Dortmunds bin ich überall wo ich hin muss in max. 20 Minuten auch mit dem Rad. Aber dieses Sauwetter da draußen lädt nun wirklich nicht zu Radeln ein.
Ich habe jetzt also drei bis vier Monate vor mir, in denen ich immer wieder so schwere Entscheidungen fällen muss. Die große Freiheit auf dem Rad oder Wärme und Trockenheit im Takt.
Ein Chat mit einem Bekannten der in Kanada lebt, rückt meine Weltsicht wieder in geordnete Verhältnisse: “alles über minus 15 geht problemlos klar” schreibt er. Na klar, wenn man auch mal -30 Grad im Winter hat ist so ein bisschen Regen und Wind nicht weiter bemerkenswert. Ab jetzt denke ich an Kanada, wenn mir das Wetter mal wieder ungemütlich erscheint und trete in die Pedale.

Umsturz

Ich stelle gerade meine ganze Seite auf den Kopf. Noch probiere ich auf meinem Rechner rum und habe nichts hoch geladen.
Vor zwei Jahren habe ich mal eine Woche intensiv html und ein bisschen css gelernt und danach mit sehr viel Hilfe eines Freundes die aktuelle Page gebastelt. Seitdem habe ich daran keinen Schlag mehr getan. Zum Einen sicher weil ich irgendwie immer zu wenig Zeit habe ( … aber dieses Gefühl ist ja wohl nur eine Illusion, denn jeder hat ja nachweislich täglich 24 Stunden zur Verfügung) zum Anderen , und da liegt vermutlich der eigentlich Grund, ist diese Seite viel zu komplex aufgebaut und jede Änderung braucht trotz Stylesheet zig Einzelschritte um sie online zu kriegen.
Also bastele ich jetzt an was Einfachem, dass leicht zu verändern ist bei dem ich neue Bilder fast so schnell wie beim Blog ins Netz kriege. Ich bin gespannt ob dass dann klappt.

Im Moment stelle ich fest, dass meine Kenntnisse im Bereich html/css furchtbar eingerostet sind (wie überraschend nach zwei Jahren) und ich für jeden Einzelschritt erst mal was nachlesen muss. Außerdem treffen natürlich mit meinem Verlangen nach Unkompliziertheit einerseits und einem Look, der mir gefällt andererseits, zwei Welten aufeinander, die für jemanden, der nur ab und zu mal ein bisschen bastelt und sich in vielen Funktionen ganz und gar nicht sicher ist, kaum zu vereinbaren sind. Wir werden sehen.