basics

Erkennt mein Blog mich noch? Scheint so.
Nun, da ich einen Zettel besitze, auf dem steht, dass ich Computer einschalten und Pinsel halten kann, dachte ich, ich lerne mal richtig zeichnen. Den Comic für meine Diplomarbeit habe ich ja unter Zuhilfenahme von Fotos gezeichnet und gemalt. Das ist für den Prozess aber eine echte Bremse, denn Fotos muss man ja erst mal machen, also genau wissen, was passieren soll, Leute finden, die bereit sind, sich ablichten zu lassen, Fotos machen, bearbeiten und dann abzeichnen.
Schneller geht es unbedingt, wenn die Künstlerin in der Lage ist, die Figuren zu konstruieren. Nun ist das Konstruieren von klassischen Comic-Helden die eine Sache, die Sorte von Zeichnungen, die ich in meinen Comics haben möchte, aber eine Andere. Ich steh halt eher auf Realismus als auf „Heroismus“. Ironischer Weise setzt die Befreiung von der Vorlage voraus, diese erst mal aufs intensivste zu studieren, sprich: Anatomie, Aktzeichnen und Analyse der Figur mit der Hilfe von Fotos.
Dabei kommt anfänglich wenig Vorzeigenswertes heraus.
Aber so langsam trägt meine intensive Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper Früchte und ich fange an zu glauben, dass es mir irgendwann möglich ist, aus dem Kopf auf das Papier genau so gut zu zeichnen wie vom Foto.
das folgende Bild habe ich gestern vom Foto gezeichnet unter Beachtung aller möglichen Aspekte von Geste bis Anatomie (und trotzdem sieht der Arm zu lang aus …)
Und dieses habe ich heute ohne Vorlage gezeichnet.

Da stimmt so einiges noch nicht, die Knie zum Beispiel, aber ich kann mir vorstellen, dass ich „demnächst“ mal wieder einen kleinen Comic in Angriff nehme, mir schwebt das Buch Ruth vor, das ist schön kurz. Nur so, zum Üben.

 

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