Und nun?

Die Prüfung ist bestanden und ich bin wieder Herrin meiner Freizeit. Ich könnte jetzt also malen, zeichnen, basteln wonach immer es mich gelüstet. Nun steht aber der Advent bevor und ich kann mich vor zu viel Auswahl erst mal in die Vorbereitungen für den Bazar stürzen. Na so ein Glück.

Ein weiteres Projekt habe ich begonnen, dass ich als Experiment betrachten würde. Ich möchte auf Dauer weg vom polymerclay und hin zu einem natürlicherem und weniger stinkenden Modelliermaterial. Leider kenne ich keine Luft trocknende Modelliermasse, die sich sich wirklich schön verarbeiten lässt und echten Ton muss man bei Temperaturen brennen, die mein kleiner Puppenbachofen ein wenig unterschreitet, so um etwa 1800 Grad.

Also probiere ich nun mit verschiedenen Massenmischungen herum, die ich mit einer alten Küchenmaschine verknete. Ich bin und bleibe doch ein Spielkind, aber am Ende kommt doch ja doch meist so was wie Kunst dabei rum.

Abgegeben ist

Nun heißt es abwarten. Das Kolloquium ist im November.
Erstaunlicher Weise hatte ich wenige Momente, in denen ich “keinen Bock” mehr hatte, sowohl das Malen als auch das Bearbeiten am Computer haben Spaß gemacht. Selbst das Schreiben der Hausarbeit war, bis auf den Teil Kompositionslehre und “Farbesoterik”, eine Freude. Ich teile hier meine Schlussbetrachtung mit der geneigten Leserin und dem geneigten Leser, damit sie sich selbst ein Bild machen können.
Die biblische Figur Esther hat mich schon lange immer wieder beschäftigt. Diese einfache Erzählung beinhaltet eine tief empfundene und nachvollziehbare Religiosität. Durch die intensive graphische und auch textliche Beschäftigung mit der biblischen Vorlage hat sich mir eine neue, andersartige Beziehung zu diesem Buch ergeben. Zuvor hatte ich mich überwiegend in rein sprachlicher Form mit den Fließtexten auseinander gesetzt.
Meine collagenhafter Stil sowie die Medien Aquarell und Buntstiftzeichnung ermöglichten mir, den Stoff losgelöst von historischen Verquickungen neu zu entdecken und für eine junge, weibliche Leserschaft zugänglich zu machen.
Ich habe mir bei der Erstellung dieses Comics die Aufgabe gestellt, die Geschichte Esthers mit Bildern so zu erzählen, dass sie für Jugendliche, weibliche Leserinnen interessant und ansprechend wirkt. Dies habe ich in meinem Comic verwirklicht, indem ich die Emotion in den Vordergrund stelle. Die Leserin ist eingeladen am emotionalen Leben der Charaktere teilzunehmen.
Ich greife auf Methoden der Emotionsvermittlung zurück, die dem Theater entlehnt sind und ermögliche durch körpersprachlichen und mimischem Ausdruck der Akteure der Leserin direkt am Geschehen Teil zu haben.
Bei einem Comic fasziniert mich das Zusammenspiel von Sprache und Bild. Mittels dieser Verbindung kann viel mehr ausgedrückt werden, als durch Worte oder Bilder allein. Die narrative Technik des Shojo zum Einen, die durch westliche Kunst geprägten Bilder zum Anderen und schließlich der Text, der über 2000 Jahre alt ist, greifen in ihrer Verbindung die Thematik der Collage wieder auf und setzten sie fort.
Mit Esther habe ich meinem Comic eine weibliche Identifikationsfigur gegeben, die für die Leserin glaubhaft ist und sie anregen kann, über ihre eigenen Glaubensfragen nachzudenken.

An diesen paar Sätzen habe ich besonders lange herum geschraubt und war sehr dankbar für die freundliche Unterstützung, die ich erhalten habe. Genau zu analysieren, warum ich den Bibeltext wie behandelt habe oder was die westliche Comiczeichnerin vom Shôjo-Manga lernen kann. hat mir hingegen sehr viel Freude gemacht.

Meinen herzlichen Dank möchte ich allen sagen, die geholfen haben, beim Scannen, beim Korrektur Lesen und anderen Hürden, allen, die sich mir freundlicher Weise als Modelle zur Verfügung gestellt haben, und allen, die mich so liebevoll ertragen haben, diesen ganzen Sommer lang. Und ich danke dem, der andauernd die Küche aufgeräumt und für mich gekocht hat.

mal wieder ein countdown

17  fertig, 13 noch zu malen, 7 Tage Zeit.

Abschlussarbeit

Ich habe mich angemeldet. Ich habe es getan. Ich habe jetzt also 4 Wochen Zeit, den Comic komplett fertig zu stellen und eine Hausarbeit dazu zu schreiben. Die neueste Zählung ergibt: Alle Vorzeichnungen fertig und 11 Seiten fertig koloriert.
In zwei Wochen muss alles gemalt sein da ich ja noch Zeit am Computer brauche um die Schrift zu setzen und die Bilder nachzubearbeiten und in der letzten Woche ist das Ding in der Druckerei und ich schreibe an der Arbeit. Also noch 14 Tage für 20 Blätter. Das sind immerhin weniger als zwei Blätter pro Tag. Wenn man aber bedenkt, dass ich bisher eher zwei Tage pro Blatt gebraucht habe wird klar: Ich lerne zumindest wirtschaftliches Arbeiten an diesem Comic. Auch gut. Zurück an den Arbeitstisch.

und wieder eine Seite fertig

In den letzten Wochen ging es bei mir sowohl in der Gemeinde als auch privat sehr turbulent zu. Aber bevor es in den Schwarzwald geht will ich noch einiges schaffen für den Comic. Ich habe jetzt eine Seite fertig auf der Buntstift Zeichnungen Aquarell gemaltem gegenüber steht. Ich bin ganz zufrieden mit dem Effekt.

Die Emigranten

In der Ester Geschichte geht es auch darum, dass Juden als Emigranten in Persien leben und dort weiterhin ihre eigene Kultur pflegen. Aus diesem Grunde werde ich sie nicht in Aquarell sondern Buntstift malen, grob ausschneiden und auf die aquarellierten Hintergründe kleben, so dass sie deutlich “anders sind”. Dieses Vorgehen hat auch einen ganz praktischen Grund, kleine Buntstift Zeichnungen kann ich mit mir herum schleppen und so auch auf Fahrten und an Krankenbetten was tun.

Endlich was zu zeigen

Schon letzte Woche habe ich diese Seite fertig gemalt, bin dann aber erst mal aufs Konfi Wochenende gestartet. Hier also die erste fertige Seite. Es ist die Seite 4.

Bald kann gegessen werden

Ein zwei Tage Sonne noch und es reicht für entweder eine Mahlzeit oder drei kleine Beilagen Salate.

Rauke, oder wie wir sie heute kennen, Rucola

Zwerggurke

Ich habe den Überblick verloren, um welche Tomatensorte s sich handelt. Ochsen-Herz ist es nicht.

Pflücksalat Ochsenzunge

Xerxes


Eine vollständig ausgemalte Seite habe ich immer noch nicht vorzuweisen dennoch bin ich ein gutes Stück weiter gekommen. Ich habe einiges an Vorzeichnungen fertig und kann so im laufenden Trubel einfach etwas greifen und kolorieren in der nächsten Woche. Natürlich ist das Aquarelliren auch nicht die schnellste Methode, aber es macht Spaß und die Ergebnisse stellen mich nun endlich zufrieden. Glücklicher Weise habe ich zur Zeit eine liebe Freundin zu Gast, die selber lernen muss und mich mit ihrem Fleiß ansteckt. Die Chance den Abgabe Termin im Oktober zu schaffen steigt.

Ach ja, ich habe die Vorzeichnungen nun alle direkt auf das Aquarell Papier gezeichnet und hoffe, dass das die richtige Entscheidung war.

Erste Bleistift Reinzeichnung

Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich sofort auf dem Aquarellpapier zeichne oder, wie sich das gehört eine Vorzeichnung anlege und die dann durch pause. Der Vorteil von der Pausenmethode ist, dass man nicht mit etwaigen Änderungen die Oberfläche des Aquarellpapiers beschädigt. Der Nachteil ist, dass Linien nach dem durch-Pausen immer irgendwie tot aussehen und Feinheiten auf der Strecke bleiben.
Ich weiß, dass es für beide Wege gute Gründe gibt und dass beide Ansätze von unterschiedlichen Comiczeichnern verfolgt werden. Die Frage ob man eine Vorzeichnung anlegt und diese eins zu eins auf das Medium überträgt oder direkt zeichnet hat schon die Künstler in der Renaissance beschäftigt (und die vorher möglicherweise auch).
Diese Zeichnung ist erst mal auf Zeichenpapier entstanden, aber ich teste auf jeden Fall auch die Direktmethode (also mittels Computer die Zeichnung grob vorlegen, anschließend nur die nötigsten Linien aufs Aquarellpapier übertragen und das eigentliche Zeichnen direkt ausführen).

Und jetzt, da ich mir den Scan in klein betrachte sehe ich, dass da ein Arm gekürzt werden muss. Also zurück an den Zeichentisch.

… und noch mal anders

Ja, es bleibt beim Comic über Esther aber ich habe mich jetzt gegen Acryl und für Aquarell entschieden. ein bisschen Collagen Elemente wird es möglicherweise trotzdem geben, denn von Schminke gibt es jetzt ein Aquarell-Collagen Medium. Ich werde es mal ausprobieren. Es sollte mich aber nicht wundern, wenn es sich dabei nur um gelöstes Gummi Arabikum handelt.
Die fertigen Storyboards, vorskizzen und Fotos kann ich weiterhin nutzen.
Und an fertigen Seiten hatte ich ja ohnehin nicht viel vorzuweisen, ich hoffe, das ändert sich jetzt schnell.

Akt

Letzte Woche durfte ich bei meiner Dozentin an einer anderen Klasse, die sich vor allem mit Aktzeichen beschäftigt, teilnehmen. Diesmal wurde nicht gezeichnet sondern modelliert. Das war eine sehr spannende Erfahrung für mich. In nur dreieinhalb Stunden kann man nicht all die kleinen Details des menschlichen Körpers  ausarbeiten, viel mehr geht es darum den Körper in seinen groben Proportionen zu erfassen. Ich hatte auch schon lange nicht mehr mit Ton gearbeitet und bin ziemlich begeistert. Da der Ton schon beim bearbeiten langsam trocknet und so aushärtet flutscht nicht immer alles weg und Druck am Rücken auszuüben lässt nicht vorne die Brust rauspoppen. Auch nicht von flachen Fotos zu arbeiten sondern ein lebendiges dreiD Modell vor den Augen zu haben macht einen großen Unterschied und hilft die Gesamt-Figur zu verstehen. Das war ein wirklich toller Abend.

 

Garten Gedanken

Mein Garten ist bei den Vögeln der Nachbarschaft sehr beliebt. Wie in sozialistischen Mietskasernen hocken sie dicht an dicht in Nestern entlang der Mauer, die mit Efeu überwuchert ist. Finken, Meisen, Spatzen, Drosseln und ein Dompfaffpärchen hausen hier und genießen den Umstand, dass ich in meinem Garten von dem was gemeinhin als „Pflege“ bezeichnet wird, wenig vornehme. Einmal im Jahr, im Herbst, wenn die Vögel ausgezogen sind, lasse ich meine Jungs zurück schneiden, was der Nachbarin das Licht nimmt und mir den Weg versperrt. Das muss reichen.

Dafür belohnt mich der Graten mit immer neuen Schönheiten und Blickwinkeln. Von mir Gepflanztes, das die sparsamen Lichtverhältnisse und meine Weigerung zu gießen überlebt hat blüht und gedeiht.

 

Da ich uns aber auch nach Möglichkeit lokal ernähren möchte und da sich dies am allerlokalsten direkt aus dem eigenen Garten bewerkstelligen lässt, habe ich nun viele meiner leer stehenden Kübel mit Saatgut für zukünftig Essbares versehen.

Ich bin gespannt, was da in den nächsten Wochen das Survivaltraining in meinem Garten besteht und uns nicht von unseren Untermietern weggefuttert wird. Von unseren Johannisbeeren jedenfalls kriegen wir meist nur ein paar Hände voll ab, die werden von den Drosseln schon immer grün geerntet.

Andererseits durfte ich heute morgen erst Familie Fink bei ihrem ersten Ausflug mit den Kleinen beobachten. Einer der Kleinen hat dem großen offiziellen Vogelbad den Rücken gekehrt und dierekt vor meinem Fenster das Kinderbecken benutzt.

Fasten

Nun war es Ostern und der geneigte Leser hat sich ja eventuell gefragt, was aus meiner Entkrempelungsaktion geworden ist, da ich  ja schon nach Woche zwei nicht mehr darüber geschrieben und  mich überhaupt ein wenig ausgeklinkt habe. Irgendwie hat das Entkrempeln eine Eigendynamik entwickelt. Ich habe festgestellt, dass ich nicht Dinge aus einem Regal, Stapel oder Schrank ziehen und wegwerfen kann, ohne die zurückbleibenden Dinge neu zu sortieren oder ihnen gar einen neuen Verbleib zuzuordnen.
Und ehe ich mich versah habe ich mich plötzlich mitten in einer Großaktion wiedergefunden mit dem Aufbau neuer Ivar Regale, die Freunde von mir aufgrund eine Umzuges abgegeben hatten und der Umwidmung einzelner Arbeitsbereiche im Atelierteil meines Arbeitsraumes.
Nun ist es fast geschafft und ich kann wirklich die Folgen meines Fastens sehen. Da ich im Zug der Aktion viele Dinge, die ich mir ins Haus geschleppt habe, um sie irgendwann mal in einer Collage zu verwenden wieder in Händen hielt, habe ich jetzt richtig Lust mal wieder los zu legen und auch den entsprechenden Platz. Blöd nur, dass ich in 14 Tagen eigentlich ein paar Comic-Seiten für die Schule fertig haben sollte und dafür habe ich seit so ziemlich genau 7 Wochen so gut wie nix mehr getan.

Von Nürnberg über Fischbach nach Brunn

Wo wir ganz genau lang gefahren sind, können wir nicht rekonstruieren, aber wir waren auf jeden Fall im Wald zwischen Nürnberg Tiergarten und Brunn, nördlich des Laufamholz, sind da schmale Pfade geradelt und zwischendurch auch am Fischbacher Schloss gewesen.

Der St. Johannis Friedhof in Nürnberg

Eigentlich ist der Johannis Friedhof vor allem seiner Barocken Grabsteine wegen berühmt, mich zieht aber die Seite mit den Gräbern der Gründerzeit und des Jugendstils viel mehr an.

Auf Reisen

Wir besuchen Saschas kleinen Bruder in Nürnberg. Wir sind mit Bahn und Rad unterwegs.

Mit dem „Quer durchs Land Ticket“ der Bahn kann man einen ganzen Tag lang mit Regionalbahnen in ganz Deutschland herum fahren und wenn man Regionalstrecken aneinander reiht, kann man mit mehrmaligen Umsteigen problemlos an einem Tag vom Ruhrgebiet bis nach Bayer reisen.

Die Fahrräder haben wir dabei, um in Nürnberg all die Ziele zu erreichen, die uns interessieren und es ist tatsächlich preiswerter, sein Rad durch halb Deutschland zu fahren um dann vor Ort damit mobil zu sein, als in Nürnberg die Straßenbahn zu bezahlen.

Außer Saschas kleinem Bruder hat Nürnberg ein sehr cooles Museum zu bieten (Germanisches National Museum), in dem ich schon ganze Tage verbracht habe, einen Friedhof, der seit dem 17. Jahrhundert betrieben wird und darum Grabsteine aus 4 Jahrhunderten enthält, kleine Gärtchen und Parks und natürlich eine Altstadt und eine Burg.

Sascha hat andere Ziele denn um Nürnberg herum steht eine für uns Ruhrgebietler überraschend große Menge an Bäumen, die einen beachtlichen Wald ergibt.

(Natürlich hat mich diese Erfahrung zu der Erkenntnis gebracht, dass wir auf diese Weise auch mit der Freizeit in den Schwarzwald kommen können. Ich mag Abenteuer und seit wir mit 15 Personen durch die schottischen Highlands gereist sind, nur mit ÖPNV habe ich da auch keine Scheu mehr.)

Ester-Comic, S. 20

Ein erster Versuch:

Hochzeit


Liebes Brautpaar,
danke, dass ich Euch etwas schenken durfte, dass mir selber so viel Freude gemacht hat. Unsere Schöne Kirche mit so vielen wunderschönen Blumen schmücken zu können, ist ein Erlebnis.

Liebe helfende Hände,
Danke, dass Du so gut gelaunt mit angefasst hast und auch über schmutzige Fingernägel und stundenlanges auf dem Fußboden herum Krabbeln nicht zu erschüttern warst. Ohne Dich hätte ich vermutlich schon Freitag Abend anfangen müssen und hätte dann Samstag nicht so lang und ausgiebig feiern können.

Liebe Mitverschwörer,
danke, dass Ihr so fröhlich gegeben habt und der Blumenschmuck nicht nur üppig sondern auch “fair-trade” war. Zusammen mit jeder Menge Beute aus meinem kleinen Garten konnten wir wirklich aus dem vollen schöpfen.

Was für ein rundum wunderschöner Tag.

Fasten, Woche2

Nach dem ich letzte Woche den “Büroschrank” entschlackt habe, habe ich mich diese Woche dem Tisch hinter meinem Arbeitstisch zugewandt. Da stapelten sich Papiere und Zeitschriften und Zeitschriftartikel, die ich “auf jeden Fall” noch lesen wollte. Alte Protokolle, Gruppenstunden Vorbereitungen, Unterrichtsabläufe und dergleichen habe ich jetzt durchgesehen und nach und nach aussortiert. Vieles davon wird noch einmal auf der Rückseite bedruckt, ehe es ganz meinen Haushalt verlässt. Das geht natürlich nicht mit Adresslisten oder Ähnlichem, manches muss halt in den Schredder. Mein Fazit dieser Woche: Ich will noch weniger ausdrucken, schließlich ist mein Papierloses-Büro schon recht gut organisiert, vielleicht kriege ich es ja sogar hin, Unterricht vom Pocket-Pc zu halten.

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